Arbeiten von unterwegs: Mein mobiles Büro

Die Arbeit als freiberufliche Übersetzerin bringt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Ein Vorteil ist auf jeden Fall, dass ich theoretisch von überall aus arbeiten kann: Ich brauche meinen Laptop, Strom und Internet.

Auch wenn man nicht unbedingt als digitaler Nomade um die Welt zieht, manchmal möchte man doch den Arbeitsort wechseln und sei es nur von zuhause ins Café oder zum Beispiel in einen Coworking Space.

Warum mein mobiles Büro?

Seit einem Umzug habe ich kein fix eingerichtetes Home Office mehr, sondern bewege mich meistens zwischen meiner Wohnung und dem Coworking Space oder bin unterwegs. Vor meiner ersten Work & Travel-Reise 2017 habe ich mir aus praktischen Gründen ein mobiles Büro eingerichtet: Ein Rucksack, in dem mehr oder weniger alles drinnen ist, was ich zum Erledigen der laufenden Arbeiten brauche. Den konnte ich einfach ins Auto stellen und bei Bedarf rausnehmen. Kein umständliches Hin- und Herpacken bei jedem Ortswechsel.

Auch wenn ich mittlerweile einen fixen Platz in einem Coworking Space habe, in dem sich zum Beispiel fix meine Ordner mit Unterlagen befinden und auch etwas Büromaterial, das mobile Büro ist immer noch täglich im Einsatz.

Bestandteile meines mobilen Büros

Was in einem mobilen Büro enthalten sein sollte? Nun, das hängt natürlich von jedem selbst ab. Vielen reicht es wahrscheinlich schon, wenn sie nur den Laptop und noch das Akkukabel mithaben. Ich persönlich brauche mehr als diese zwei Dinge – oder zumindest glaube ich, sie zu brauchen. In diesem Post habe ich euch einfach mal zusammengestellt, was sich so in meinem mobilen Büro befindet:

  • Laptop, Laptophülle & Ladekabel: Weitere Erklärungen sind wohl nicht notwendig.
  • Kleine USB-Maus und Mauspad: idem
  • Multifunktionsmappe: Alles was sich bei mir so an physischen Notizen ansammelt und irgendwelche Projekte und Ideen betrifft, kann ganz einfach in einer dünnen Flügelmappe oder einer Registermappe gesammelt werden. Die ist A4 groß und nicht dicker als einen Zentimeter.
  • Filofax: Mein Kalender und Gehirn
  • Eine kleine externe Festplatte: Safety first, wobei ich aber zugeben muss, dass es wohl intelligenter wäre, die Festplatte vom Laptop getrennt zu lagern. Da werde ich noch einmal nachdenken müssen.
  • Leuchtstiftset: Zum Markieren, für die Buchhaltung und so weiter
  • Bunte Briefklammern: Vermutlich sinnlos, aber schön und wenn man sie hat, dann nutzt man sie manchmal sogar
  • Meine beiden Notizbücher: eines für Business-Telefonate, eines für Buchrecherchen/-ideen
  • Mein Federpenal mit einigen Stiften (meine große Sammlung farbiger Stifte habe ich hingegen zuhause)
  • Adapter für LAN-Kabel-Anschluss: manchmal von Vorteil, wenn das WLAN nicht will.
  • USB-Stick und SD-Karte
  • Visitenkarten: für das berühmte Marketing, wobei meine Daten so veraltete sind, dass mittlerweile nur noch die E-Mail-Adresse stimmt. Aber schön sind sie J
  • Tipp-Ex & Schwiegermutter für Heftklammern: Was man hat, das hat man.

Ihr seht, einige Dinge in meinem mobilen Büro sind sicher nicht überlebenswichtig, hier dient es vor allem auch als Lager. Wenn ich auf Work & Travel bin, dann habe ich auch noch einen normalen Locher, plus meinen Spezial-Filofax-Locher, sowie einen Klammerer dabei (Ich bin mir nicht sicher, ob die ganzen Dinge auf Hochdeutsch wirklich so heißen… bei Büromaterial ist es doch tatsächlich manchmal so, dass man keine Ahnung hat, wie das Zeug heißt). Ansonsten habe ich das bei meinen Ordnern im Coworking.

Es gäbe vermutlich noch viel mehr Dinge, die nützlich wären, aber es braucht ja nicht jeder alles. Ich überlege mir allerdings schon länger, mir einen USB-Multiport zuzulegen, da mein Laptop tatsächlich nur zwei USB-Eingänge hat und die fix von WLAN-Empfänger und Maus belegt werden. Außerdem wäre es nicht unklug, ein USB-Kabel fix im Büro zu haben. Ich muss bei Bedarf immer mein Handyladegerät mitnehmen.

Über den Inhalt hinaus

Beim Rucksack ging es mir vor allem um das Aussehen. Ich transportiere den Rucksack meist nicht weit oder nur im Auto, daher muss er weder besonders ergonomisch, noch wasserfest oder sonst was sein. Die Wahl des richtigen Rucksacks bzw. der richtigen Tasche könnte aber durchaus wichtig sein, je nach persönlichen Umständen.

Für alle, die sich die Frage stellen (ich nehme an, das wird eher LeserINNEN betreffen): Ja, ich habe zusätzlich noch eine Handtasche für persönliche Dinge. Im mobilen Büro sind tatsächlich nur Bürodinge.

Kurzum

Es muss ja nicht gleich eine eigene Tasche oder ein Rucksack dafür sein, aber ich finde es ganz interessant, dass man sich als ortsunabhängig arbeitender Mensch mal überlegt, was man eigentlich für den Arbeitsalltag so braucht… und vor allem was nicht. Denn wenn ich mir so anschaue, wie einfach ich mein superduper, überdrüber ausgestattetes Home Office auf einen Rucksack und zwei Ordner reduziert habe, dann weiß man mal, wie viel Dinge man hat, die vielleicht nicht sinnlos sind, aber auch nicht überlebensnotwendig.

PS: Die Überlegungen können natürlich auch zum Beispiel auf Studenten oder Schüler umgelegt werden.

 

Von | 2018-03-16T14:33:25+00:00 März 16, 2018|Arbeiten mit Sprachen|