Meine 3 (digitalen) Lieblingstools zum Sprachenlernen

Es gibt eine unzählige Fülle an Tools zum Sprachenlernen: Apps, Bücher, Websits, gratis, Abo und so weiter. Jeder soll natürlich das nehmen, was für einen am besten ist. Ich habe im Laufe der Zeit so alles mögliche ausprobiert und habe schließlich erkannt, dass ich immer wieder zu den gleichen greifen.

Hier meine 3 (digitalen) Lieblingstools im Ultrakurzüberblick – übrigens alle drei gratis 🙂

Tool #1: Anki

Anki ist ein Open-Source-Programm, mit man unglaublich gut Vokabeln lernen kann. Es basiert auf der Spaced-Repetition-Methode, das bedeutet, dass man selbst beurteilen muss, wie gut man ein Wort gekonnt hat. Anki errechnet dann, an welchem Tag dieses Wort einem wieder zum Lernen vorgelegt wird. Das ist meistens kurz vor dem Zeitpunkt, an dem man es vergessen würde. Schwierige Wörter werden also schon nach ein paar Tagen wieder präsentiert, leichte Wörter kommen erst nach einiger Zeit wieder.

Ich nutze Anki jetzt seit mehreren Jahren und das Ergebnis ist unglaublich.
Man wird den Erfolg nicht sofort wahrnehmen, aber nach dieser langen Zeit hat mir Anki wirklich dabei geholfen, einen soliden Wortschatz aufzubauen.

Tool #2: Forvo

Forvo ist ein Wörterbuch für alle Wörter und Sprachen der Erde – allerdings geht es nicht um Übersetzungen von einer in die andere Sprache. Auf Forvo.com findet man alle Wörter von Muttersprachlern ausgesprochen. Man kann sich anhören, wie die Wörter klingen und sogar eine MP3-Datei des Wortes downloaden und dann zum Beispiel in seine Anki-Karten einfügen.

Es ist unglaublich wichtig, zu hören, wie Wörter richtig ausgesprochen werden, aber wir haben nicht immer eine Audio-Datei zu jedem Text oder Buch, das wir lesen. Wenn wir ein Wort nur lesen, kann es leicht passieren, dass wir bekannte Lautstrukturen unserer Muttersprache oder anderer bekannter Sprachen auf das neue Wort umlegen und uns so eine falsche Aussprache angewöhnen.

Ich nutze die Audio-Dateien während des Vokabellernens mit Anki und das hat 2 Effekte: Erstens lerne ich, wie ein Wort richtig ausgesprochen wird und ich kann versuchen, den Sprecher zu imitieren. Zweitens kann ich mir ein Wort viel besser und schneller merken, wenn ich es nicht nur sehe, sondern auch gleichzeitig höre.

Tool #3: Tatoeba

Tatoeba ist ein weiteres Spezial-Wörterbuch im Internet – ein Satzwörterbuch! Man tippt einfach ein Wort ein und findet dann üblicherweise viele Sätze, die dieses Wort enthalten. Man kann auch selbst Sätze in jeder beliebigen Sprache hinzufügen, wenn man sich 100%ig sicher ist, dass der Satz korrekt ist.

Was auch total super ist: Normalerweise findet man nicht nur den Satz, der das Wort enthält, sondern auch viele Übersetzungen davon in andere Sprachen. Diese Übersetzungen sind ebenfalls Beiträge von Usern und wenn man einen Satz in einer Fremdsprache findet, der noch nicht in die eigene Muttersprache übersetzt wurde, kann man einfach die Übersetzung hinzufügen.

Es gibt Sätze für beinahe jede Sprache der Erde, aber natürlich findet man für „exotische“ Sprachen nicht so viele Sätze, wie jetzt für Englisch oder Spanisch. (Mein persönlicher Aufruf: Falls ihr eine „kleine“ Sprache sehr gut sprecht, wäre es total super, wenn ihr so viele Sätze und Übersetzungen wie möglich hinzufügen könntet. Das wäre für Lerner der Sprache wirklich eine große Hilfe!)

Es ist ja allgemein bekannt, dass man Vokabeln in ihrem Kontext lernen sollte. Beispielsätze sind eine gute Methode, das zu tun. Wenn man Sätze liest, die ein bestimmtes Schlüsselwort enthalten, dann fällt es uns leichter zu erfassen, in welchem Kontext ein Wort verwendet wird.

Links

Viel Spaß beim Ausprobieren 🙂

ANKI
FORVO
TATOEBA

Von | 2018-01-09T15:25:23+00:00 Dezember 24, 2017|Die Welt der Sprachen|